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(c) - Jens Haipeter 2006 -
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Erstveröffentlichung: 10.07.2006
letzte Änderung: 22.01.2011
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Bei jeder Eisenbahn können Dinge geschehen, die den Betriebsablauf stören. Mir sind nur wenige bekannt, einige Fälle sind unten mit Zitaten und Bildern beschrieben.
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Aus Mallorcazeitung vom 21.02.2002
Bei einem Zugunglück in der vergangenen Woche wurden sieben Menschen verletzt, als ein Zug im Bahnhof von Sa Pobla ungebremst auf einen Prellbock auffuhr. Der Zugführer der Unglückseisenbahn gab in seiner Vernehmung an, dass die Sichtweite wegen Nebels an diesem Morgen nur 15 bis 20 Meter betrug. Am Mittwoch gab Verkehrsminister Francesc Quetglas bekannt, dass bei der Untersuchung des Unfalls keine technischen Fehler entdeckt wurden. Als Unfallursache komme also nur menschliches Versagen in Frage. Der Chef der Betriebsgesellschaft EMT hat in der Pressekonferenz erneut darauf hingewiesen, dass die Sicherheit der Inseleisenbahn den Vorschriften entspricht. Von den sieben Verletzten befindet sich nur noch der Schaffner im Krankenhaus. Nach einer erfolgreichen Operation ist aber auch er auf dem Wege der Besserung.
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Bilder vom Unfallort Sa Pobla. Die Triebwagen 61-06 wurde dabei auf den Gleisabschluß gehoben, rollte diesen um und blieb darauf liegen.. Bilder von Antonio Sanchis Florit - mallorcatren.com und Miguel Angel Rigo (AAFB).
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Inselradio Meldung vom: 11.02.2004, Titel: Zug überrollt Fußgänger Ein 73 jähriger Mann ist auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Consell von einem Zug erfasst und getötet worden. Nach den Untersuchungen der Polizei hatte der Mann die akustischen Signale überhört. Der Bahnverkehr wurde für zwei Stunden unterbrochen. Die Bahngesellschaft SFM und die Gemeinde Consell verhandeln seit Januar um mehr Sicherheit an den Bahnübergängen des Ortes. In Consell befinden sich zwei unbeschrankte Bahnübergänge.
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Inselradio Meldung vom: 15.03.2004, Titel: Baupfusch Schuld an Bahnunfall Eine umgestürzte Mauer war die Ursache für den Zugunfall, der sich Samstag Nacht in der Nähe von Petra ereignet hatte. Das ergaben die polizeilichen Untersuchungen an der Unfallstelle. Durch den Einsturz waren Zement und Steine auf die Gleise gefallen und hatten den Zug entgleisen lassen. Die landeseigene Bahngesellschaft SFM gab bekannt, dass die Strecke zwischen Inca und Manacor auf unbestimmte Zeit geschlossen bleibt. Bei dem Unfall waren 13 Menschen verletzt worden, einer davon schwer.
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Inselradio Meldung vom: 08.12.2004, Titel: Zugwagon entgleist in Inca Etwa 50 Passagiere sind bei dem Unfall mit dem Schrecken davon gekommen. Das Unglück ereignete sich gestern gegen 20.00 Uhr auf der Strecke von Inca nach Sa Pobla. Wegen des Unfalls kam es zu langen Verspätungen bei anderen Zügen. Mehrere Verbindungen mussten ganz gestrichen werden. Die Fahrgäste des Unglückszuges wurden mit Taxis an ihre Zielorte gebracht. Nach ersten Untersuchungen machte die Zuggesellschaft SFM einen Fehler im Weichensystem für das Unglück verantwortlich.
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Inselradio Meldung vom: 25.06.2005 Titel: Zugunfall bei Sóller Bei dem Unfall im Eisenbahntunnel Cinc-cents bei Sóller sind mehrere Zugpassagiere leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen Nachmittag als zwei Züge im Tunnel frontal zusammenstießen. Experten gehen von menschlichem Versagen als Unfallursache aus. Beide Züge gehörten zur Bahnlinie, die Palma mit Sóller verbindet.
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Inselradio Meldung vom: 14.04.2007, Titel: Palmas neue Metro ist entgleist Bei den Probefahrten der neuen U-Bahn zwischen Palma und der Universität hat sich eine erste Panne ereignet. Einer der Waggons ist mit einem Rad entgleist, weil eine Weiche falsch gestellt war. Das hat ein Mitarbeiter der Bahn berichtet. Der Unfall passierte auf der Strecke von der Universität Richtung Son Sardina, wo die Metro beginnt, unterirdisch zu verlaufen. Da der Fahrer direkt die Notbremse zog, konnte eine komplette Entgleisung des Wagens verhindert werden. Wie aus dem Transportministerium des Inselrats verlautete, werde der Schaden in Kürze behoben. Bis zum 25. April fährt die neue Metro zur Probe.
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Unfall am 31.03.2008 in Manacor
Am 31.03. wurden bei einem Auffahrunfall, ähnlich dem in Sa Pobla vor einigen Jahren, 10 Personen verletzt. Ursache ist wohl ein Fehler beim Bremsen des Zuges am Bahnsteig gewesen. Der Triebwagenführer hat nach Auswertung des Fahrtenschreibers offensichtlich erst zu spät begonnen zu bremsen, so daß auf den Gleisabschluß aufgefahren wurde. Die Geschwindigkeit soll um 15 km/h gelegen haben, was auch die schwere der Verletzungen zum Glück in Grenzen gehalten hat.
Foto bei der Bergung des Triebwagens: B. Ramon
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Inselradio Meldung vom: 05.10.2008, Titel: Straßenbahn von Sóller erleidet Achsbruch Die Tram, die den Ort Sóller mit dem Hafen von Sóller verbindet, ist wegen eines Bruchs der Radaufhängung stecken geblieben. Viele Schaulustige betrachteten das Missgeschick der Touristenattraktion. Der Wagon mit der gebrochenen Achse musste von einem Kran angehoben und mit einem Provisorium ausgestattet werden. Anschließend konnte er zur Reparatur in die Garage gebracht werden.
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Inselradio Meldung 12.05.2009: Bremsanlage löste Brand aus Auf Grund einer defekten Bremsanlage ging ein Waggon der mallorquinischen Eisenbahn währen des Betriebs in Flammen auf. Nach Angaben der Betreibergesellschaft konnten alle 200 Passagiere die Bahn rechtzeitig verlassen. Auf der Strecke Sa Pobla - Palma hatte sich im vorderen Teil des Zuges ein Feuer entzündet. Zu diesem Zeitpunkt fuhr die Bahn gerade die Station “Verge de Lluc” in Palma an. Mit einsetzendem Alarm öffneten sich die Türen automatisch. So konnten alle Passagiere unversehrt ins Freie gelangen. Notfalleinsatzkräfte waren wenig später vor Ort, um das Feuer zu löschen. Eine Stunde lang lag der Schienenverkehr zwischen Palma und Sa Pobla lahm.
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Inselradio Meldung 13.05.2009: Straßenbahn von Sóller erleidet Unfall Ein menschlicher Fehler hat gestern zum Zusammenstoß von zwei Zügen an der Ortsausfahrt Richtung Hafen, nahe der Station Monumento geführt. Vier Menschen waren dabi leicht verletzt worden, darunter einer der Zugführer. Dieser hatte zuvor ein Haltesignal missachtet und war trotz gesperrter Strecke weiter gefahren. Die Verletzten wurden von den Tettungskräften der Feuerwehr sofrt in örtliche Gesundheitszentren gebracht und behandelt. Sie litten unter leichten Traumata. Nach dem Unfall gegen 14:00 Uhr wurde für mehrere Stunden ein Schienenersatzverkehr per Bus eingerichtet.
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Inselradio Meldung 21.05.2009: Zugunglück wurde untersucht Keinerlei Hinweise auf technisches Versagen hat die erste Untersuchung der Verkehrsbetriebe SFM ergeben. Am Dienstag war in der Station “Verge de Lluc” in Inca (??? Palma) ein 80 Jahre alter Mann überrollt worden. Er starb noch am Unfallort. Die Auswertung der Black Box ergab, dass während der Fahrt keine technischen Probleme auftauchten. Der Zug war mit einer Geschwindigkeit von 49 km/h unterwegs, als das Bremsmanöver eingeleitet wurde. Zuvor hatte der Lokführer bereits 14 Mal akustisches Signal gegeben, um den Rentner auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Die Verkehrsbetriebe weisen nochmals darauf hin, dass es streng verboten ist, die Gleisanlagen an nicht markierten Stellen zu überqueren.
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Aus MallorcaMagazin Nr. 519 - sinngemäße, gekürzte Wiedergabe des Inhaltes:
Am 19.05.2010 ereignete sich ein schweres Zugunglück bei dem 28 [*] Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind. Lokomotivführer und Schaffner sowie weitere 9 Personen wurden in verschiedene Klinken der Insel gebracht. Gegen 6:43 war ein Zug der SFM ca. 500 m vor dem Bahnhof Sineu entgleist nachdem er auf Trümmer einer eingestürzten Mauer aufgefahren war. Der Zug war mit etwa 50 Personen besetzt. Da dies der erste Zug des Tages war, kann der Einsturz der Mauer nur in der Nacht nach dem Betriebsende des Vortages von statten gegangen sein. Die schwersten Verletzungen erlitt der Lokführer, er wurde noch am Morgen notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt. Alle anderen Insassen konnten sich aus eigener Kraft aus dem Zug befreien. Die zur Unglücksstelle gerufenen Rettungskräfte stellten Leitern auf, um die Fahrgäste aus dem angekippten Zug zu befreien. Derzeit ist ein Busersatzverkehr zwischen Sineu und Manacor eingerichtet. Als Unglücksursache wurde von der Polizei eine eingestürzte Stützmauer benannt, deren Trümmer offenbar in der Nacht in das Gleis gefallen waren. Zusätzlich befand sich die Unglücksstelle in einer Kurve, was dem Triebfahrzeugführer jede Chance nahm, noch mit einer Gefahrenbremsung zu reagieren. Der Zug lief auf die Trümmerteile auf und entgleiste in der Folge. 2004 hatte es einen ähnlichen Unfall gegeben, nur kurze Zeit nach Fertigstellung der Strecke (siehe oben)
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Film von ACN auf YouTube ansehen
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Film von RTVMallorca auf YouTube ansehen
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(Anmerkung Site-Admin: Die Unglücksstelle befindet sich zwischen km 42,5 und 43 - betroffene Einheiten: 61-09/10 und 61-41/42. Wagen 42 blieb als einziger aufrecht stehen, alle anderen sind 45 Grad in die Böschung gekippt. * - andere Quellen sprechen von 30 betroffenen Personen * - Ich würde hier auch gern Bilder zeigen, dies ist mir aus Urheberrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich, gleichwohl ich über welche verfüge * - Unter diesem Text daher vorerst nur eine Luftaufnahme zur Ortsbeschreibung)
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Im Dezember 2010 erreichten mich nachträglich noch Bilder von der Unfallstelle und den verunfallten Fahrzeugen, vielen Dank an Herrn Busch.
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Aus MallorcaZeitung vom 20.05.2010 (sinngemäße, gekürzte Wiedergabe des Inhaltes) ergänzend zu den Ausführungen im MallorcaMagazin hier noch einige Auszüge aus der MZ:
Laut MZ wird jetzt untersucht, ob die Regenfälle der Vorwoche für Auswaschungen gesorgt haben die mittelbar zum Einsturz der Mauer führten. Außerdem wolle man untersuchen, ob beim Bau oder der Instandhaltung gepfuscht worden sei. Bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten seien keine Auffälligkeiten an der Mauer festgestellt worden. Laut Antoni Verger hätte die Mauer “keinen einzigen Riss oder sonstige Zeichen von Beeinträchtigung” aufgewiesen. Alle zwischen 2002 und 2003 gebauten Stützbauwerke sollen genau untersucht werden, bevor die Strecke wieder für den Verkehr frei gegeben wird. Sollte sich herausstellen, das der Unfall hätte vermieden werden können, würden laut Gabriel Vicens die entsprechend Verantwortlichen belangt.
Im weiteren wird ausgeführt, das im Jahr 2009 bis zu 14 defekte Garnituren in der Werkstatt gewesen seien, statt im Einsatz. Im Mai des letzten Jahres war ein Zug im Bahnhof Verge de Lluc in Brand geraten und im Juli 2009 sei ein Zug aus Sa Pobla kurz vor Palma vollbesetzt mit 200 Personen zum Stehen gekommen. Auch auf den Unfall in Manacor im März 2008 wird noch einmal Bezug genommen.
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